• Sanremo
    Sanremo (oft auch San Remo genannt) ist ein italienischer Kurort an der Riviera di Ponente in Ligurien.
    Die Stadt ist etwa 20 Kilometer von der französischen Grenze entfernt.

    Sanremo liegt im Zentrum einer weiten Bucht zwischen dem Capo Nero und dem Capo Verde und hat im Winter wegen der geschützten Lage der nahen Berge der bis ans Meer vorstossenden Seealpen ein gleichmässig mildes Klima. Im Sommer ist es ein beliebter Badeort.

    Besonders bekannt ist die „Kasbah“ von Sanremo, ein orientalisch anmutendes, sehr verwinkeltes Gewirr von Durchgängen und Gassen in der Altstadt, der so genannten La Pigna. Weithin bekannt ist auch die Spielbank Casino Municipale di Sanremo.

    Sanremo verfügt über Kirchen der römisch-katholischen, russisch-orthodoxen, waldensischen, lutheranischen und rumänisch-orthodoxen Gemeinden. Früher bestand auch eine anglikanische und eine presbyterianische Gemeinde, sie verfügen bis heute über einen eigenen Friedhof im benachbarten Ort Bordighera.

    Die russisch-orthodoxe Kirche von 1914 beherbergte bis 1989 die sterblichen Überreste des letzten montenegrinischen Monarchen Nikola I. Petrović Njegoš und seiner Familie.

    Sanremo, Hauptort an der Riviera dei Fiori (Blumenriviera), ist wegen der Zucht von Nelken und Rosen und des Blumenmarktes sehr bekannt. Sanremo wird nicht umsonst die Blumenstadt genannt, verdankt es doch der Blumen- und Pflanzenzucht einen Grossteil seines wirtschaftlichen Wohlstandes. Der Wirtschaftszweig Pflanzenzucht zählt etwa 200 Betriebe und zahlreiche Exportfirmen (Stand: 2004). Von 1980 bis 2013 sponserte die Stadt den Blumenschmuck (mit bis zu 30.000 Blumen) für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.

    Sanremo ist auch der Ort für das seit 1951 jährlich Ende Februar oder Anfang März ausgetragene italienische Sanremo-Musikfestival. Sportfans ist Sanremo zudem als Ziel des klassischen Radrennens Mailand–Sanremo ein fester Begriff. Außerdem werden internationale Autorallyes und zu Ostern die alljährliche Segelregatta ausgetragen. 1955 bis 1966 gab es das Festival Internazionale del Jazz di Sanremo. In der Villa Angerer werden gelegentliche Kunstausstellungen gezeigt, die so bezeichnete Villa wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den österreichischen Anwalt Leopold Angerer erbaut.

    Darüber hinaus ist in Sanremo das Internationale Institut für humanitäres Recht ansässig. Dabei handelt es sich um eine seit 1970 bestehende unabhängige Einrichtung, die sich der Entwicklung und Verbreitung des humanitären Völkerrechts und verwandter Rechtsbereiche widmet. Das Institut belegt die von einem öffentlichen Park umgebene Villa Ormond, die für den Schweizer Tabakindustriellen Louis Ormond gebaut wurde.

    In und um Sanremo betreibt die Verkehrsgesellschaft Riviera Trasporti (RT) ausserdem den Oberleitungsbus Sanremo, die Stadt gehört zu den kleinsten italienischen Städten mit einem Oberleitungsbus-System. Der heutige Tunnel-Haltepunkt Sanremo liegt an der Bahnstrecke Genua–Ventimiglia, die frühere Trasse an der Küste wird inzwischen als Radweg genutzt.

    Alfred Nobel lebte und verstarb in Sanremo. Die Villa Nobel liegt im östlichen Villenviertel, er führte dort zahlreiche Experimente durch. Der Maler Edward Lear ist in Sanremo beerdigt.


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